KS Bo Skovhus - Meisterklasse, Gesang

„Schwindelerregende Ausmasse erreicht die Titelpartie. Es war bewundernswert, mit welcher Konzentrationsstärke, welch enormem Ausdruck und welch eindringlicher sing-darstellerischer Überzeugungskraft sich Bo Skovhus seiner Aufgabe annahm und im Laufe des Abends das Format seines charaktervollen, sicher geführten Baritons beständig zu steigern wusste. Mit grösserer Intensität ist die Ausgestaltung dieser Partie kaum denkbar. Das Publikum spürte das und feierte den Dänen dankbar mit geradezu überschwänglicher Begeisterung.“KARL V., Staatsoper München, Februar 2019; Das Opernglas, J.-M. Wienecke

Bo Skovhus, in Ikast (Dänemark) geboren, studierte am Musikinstitut Aarhus, an der Königlichen Opernakademie in Kopenhagen und in New York. In Wien hat seine Karriere 1988 mit einem vielbeachteten Don Giovannian der Volksoper begonnen.1997 wurde dem Künstler der Titel Österreichischer Kammersänger verliehen.

Zu den Meilensteinen der jüngsten Vergangenheit gehören Reimanns LEAR2016 in einer Neuinszenierung von Calixto Bieito an der Opéra de Parisund 2019 am Maggio Musicale Fiorentino, Beckmesser/ MEISTERSINGER im März 2016 an der Bastille und im Juni 2016 an den Wagner Festspielen in Budapest, Titusin einer von Claus Guth inszenierten, von Philippe Jordan dirigierten und von Publikum und Presse mit Begeisterung aufgenommenen Welturaufführung von Michael Jarrells BERENICE an der Opéra de Paris (2018) sowieals momentaner Höhepunkt, Kreneks KARL V. anlässlich der Neuproduktion 2019 an der Staatsoper München.

Zukünftige Engagements beinhalten u.a. LEAR als WA an der Bastille und am Teatro Realin Madrid, Kowaljow und Eisensteinin Neuproduktionen der NASE und der FLEDERMAUS, beide Produktionenan der Hamburgischen Staatsoper, eine WA von KARL V. in München, Herzog von Albain EGMONT, einer Uraufführung am Theater an der Wien, Dr. Schönin konzertanten Aufführungen mit dem Cleveland Orchestra sowie Beckmesser in MEISTERSINGER an den Wagner Festspielen in Budapest, etc.

Weiter zurück liegende grosse Momente umfassen seine intensive Rollen durchdringung des „Cortez“ in Wolfgang Rihms DIE EROBERUNG VON MEXICO an den Salzburger Festspielen 2015, gefolgt von einer Welturaufführung von Sunleif Rasmussens‘ ZWEITERSINFONIE in Helsinki, Dr. Schön / LULU in einer WA an der Staatsoper München, Mandryka/ ARABELLA an der Staatsoper Dresden, Conte Almavivain einer WA von NOZZE DI FIGARO an der Oper am Rhein in Düsseldorf sowie Eisensteinin einer WA von FLEDERMAUS der Staatsoper München.

Im Laufe der Spielzeit 2016/17 hatte sich Bo Skovhus am Theater an der Wien als Claudius in der Uraufführung von Arno Schreiers HAMLET sowie in der Titelpartie von Werner Ecks PEER GYNT präsentiert. Weiter folgten Konzerte mit Frank Martins JEDERMANN-MONOLOGEN im Konzerthaus Wien, orchestrierte Schubert-Lieder mit den Dortmunder Philharmonikern unter Gabriel Feltz, René in einer Neuproduktion von DER GRAF VON LUXEMBURG an der Oper am Rhein in Düsseldorf und Mandrykain einer WA von ARABELLA an der Wiener Staatsoper, Reihmanns LEAR-FRAGMENTE mit den Dresdner Philharmonikern unter Simone Young, Conte Almavivain einer Neuproduktion von NOZZE DI FIGARO und Tamarein einer WA von Schrekers DIE GEZEICHNETEN in Köln, etc.

2017/18 brillierte er der Titelpartie in einer Neuproduktion von WOZZECK an der Oper am Rhein in Düsseldorf. Es folgten Dr. Schön/ LULU an der Wiener Staatsoper, FLEDERMAUS und Šiškovin einer Neuproduktion von TOTENHAUS an der Bayerischen Staatsoper München, Jean-Charlesin DAS FLOSS DER MEDUSA in Amsterdam, Liederabende auf Schloss Elmau, am Schleswig-Holstein Musik Festivalsowie 2018/19 eine WA von ARABELLA (Mandryka) in Dresden und zum Jahreswechsel eine FLEDERMAUS in der Elbphilharmonie Hamburg.

Neben Auftritten an großen Opernhäusern und mit führenden Orchestern in Europa, Amerika und Japan widmet Bo Skovhus einen großen Teil seiner Zeit dem Liedgesang. Er zählt zu den Spitzeninterpreten seiner Generationund wird von allen bedeutenden Festspielen und Musikzentren der Welt immer wieder eingeladen.

Schwerpunkte seines Konzertrepertoires liegen bei den Werken von Gustav Mahler, den Skandinavischen Kompositionen sowie z.B. bei Frank Martins Jedermann Monologen und Zemlinskys Lyrischer Sinfonie. Zu den Dirigenten, mit denen Bo Skovhus bisher zusammengearbeitet hat, zählen u.a. Gerd Albrecht, Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Jiri Belohlavek, Michael Boder, James Conlon, Andrew Davis, Bertrand de Billy, Charles Dutoit, Claus Peter Flor, Armin und Philippe Jordan, Christoph von Dohnanyi, Christoph Eschenbach, John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Marek Janowski, Mariss Jansons, Sir Charles Mackerras, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Riccardo Muti, Seiji Ozawa, Kirill Petrenko, Georges Prêtre, Donald Runnicles, Esa-Pekka Salonen, Wolfgang Sawallisch, Ulf Schirmer, Horst Stein, Jeffrey Tate, Christian Thielemann, Edo de Waart und Simone Young.

Viele der zentralen Partien seines Opern- und Konzertrepertoires sowie verschiedene Liederrezitals sind als CD/DVD-Einspielungen erschienen.

KS Prof. Roland Schubert - Gesang

Schon frühzeitig erhielt er Unterricht in den Fächern Flöte und Klavier. Mit diesen Vorkenntnissen besuchte er von 1979 – 1983 die Musikschule „Johann Sebastian Bach“ – Leipzig, wo er seinen ersten Gesangsunterricht erhielt. Nach dem Abitur studierte er von 1983-1989 Gesang an der Hochschule für Musik „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“- Leipzig  in der Meisterklasse von Prof. Hermann Christian Polster, wo er auch als Assistent tätig war, seit 1993 Unterricht bei Prof. Walter Berry in Wien. Nach seinem erfolgreichen Studienabschluß  wurde Roland Schubert an das Opernhaus Leipzig engagiert, an dem er mit Partien wie Leporello, Papageno, Rocco, Bartolo und in verschiedenen Uraufführungen erste Erfolge feierte. Seit 1991 ist er durch einen Zweitvertrag auch an die Staatsoper Wien gebunden. Seit Beginn der Spielzeit 2000/2001 hat er ein Engagement an der Deutschen Oper Berlin.

Operngastspiele führten den Künstler an die Semperoper Dresden, die Hamburgische Staatsoper, das Opernhaus Halle, die Staatsoper München, Opera de Rouen, die Volksoper Wien, die Mailänder Scala, die Staatsoper Berlin, Opernhaus Chemnitz und die Oper Seoul.  Neben seiner Laufbahn als Opernsänger hat sich Roland Schubert auch einen Namen als Konzertsänger gemacht. Zu den Orchestern, die ihn zur Zusammenarbeit eingeladen haben, zählen die Wiener Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das MDR-Sinfonieorchester, das Bachorchester Leipzig, die Sächsische Staatskapelle, das Bayerische Rundfunkorchester München und das Orchestra dell` Accademia Santa Cecilia Rom, unter Dirigenten wie Carlo Maria Giulini, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Horst Stein, Lord Yehudi Menuhin, Mstislaw Rostropowitsch, Fabio Luisi, Christian Thielemann, Michel Plasson und Kent Nagano.  Im Jahre 2001 wurde ihm der Ehrentitel “Kammersänger” verliehen. Roland Schubert wirkte bei verschiedenen Rundfunk- und  Fernsehaufnahmen mit, so übernahm er beim Mozart – da Ponte Zyklus, den der Mitteldeutsche Rundfunk produzierte, die Partien Masetto, Bartolo und Don Alfonso. Zahlreiche CD-Einspielungen sind in den letzten Jahren mit ihm erschienen. Roland  Schubert hat bereits über 100 Partien gesungen und mit vielen  bedeutenden Regisseuren zusammengearbeitet, u.a. Ruth Berghaus, Christine  Mielitz, Alfred Kirchner, David Pountney, Volker Schlöndorf, Christoph Loy  u.v.a..

Im Jahre 2004 wurde er zum ordentlichen Professor für Gesang an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig berufen. Er gab zahlreiche Meisterkurse in Deutschland, der Schweiz und in Italien. Studenten seiner Gesangsklasse sind Preisträger internationaler Wettbewerbe und erhielten Engagements an verschiedenen  Theatern, u.a. Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Berlin, Staatsoper Wien, Oper Leipzig, MDR Rundfunkchor, Theater Bremen, Gera/Altenburg, Luzern, Semperoper Dresden.

Prof. Caroline Stein - Gesang

Caroline Stein wurde in Königstein/Taunus geboren und studierte Gesang bei Prof. Claudio Nicolai an der Kölner Musikhochschule. Erste Engagements führten die lyrische Koloratursopranistin an das Mainfranken-Theater Würzburg und das Hessische Staatstheater Wiesbaden, dann an die Niedersächsische Staatsoper Hannover, deren Ensemble sie von 1991-1999 angehörte.

Sie sang die großen Partien ihre Fachs, darunter Königin der Nacht in Die Zauberflöte, Zerbinetta in Ariadne auf Naxos, Susanna in Le nozze di Figaro und Konstanze in Die Entführung aus dem Serail. Für ihre herausragende Interpretation der Venus/Gepopo in Ligetis Le Grand Macabre wurde sie von der Zeitschrift Opernwelt zur Sängerin des Jahres nominiert und gastierte mit dieser Rolle u.a. beim BBC Symphony Orchestra in London und der San Francisco Opera .

An der Staatsoper Berlin war sie für Neuproduktionen unter der musikalischen Leitung von Michael Boder und Philippe Jordan verpflichtet, weitere Gastproduktionen führten sie an das Theatre de la Monnaie in Brüssel, die Semperoper Dresden, das Royal Opera House Covent Garden, die Opéra National de Paris und an das Teatro Real Madrid.

Bei den Bayreuther Festspielen debütierte Caroline Stein 1999 als Blumenmädchen in Parsifal unter dem Dirigat von Giuseppe Sinopoli und sang diese Partie in den Folgejahren unter Christoph Eschenbach und Christian Thielemann.2002 bis 2004 war sie in Jürgen Flimms Ring-Inszenierung als Woglinde in Rheingold und Götterdämmerung unter dem Dirigat von Adam Fischer zu erleben.

An der Opera Bastille sang sie diese Partie in Günter Krämers Neuinszenierung von Wagners Ring unter der Leitung von Philippe Jordan.

Als Konzert- und Oratoriensängerin verfügt Caroline Stein über ein großes Repertoire. Sie sang u.a. mit der Akademie für Alte Musik Berlin die Bellezza in Händels Il trionfo del tempo e del disinganno, unter der musikalischen Leitung von Peter Eötvös war sie mit Zimmermanns Requiem und mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle in Aufführungen von Ligetis Mysteries of the Macabre bei den Salzburger Festspielen und dem Lucerne Festival zu hören. Mit der renommierten Pianistin Karola Theill gestaltet Caroline Stein Liederabende mit wechselnden Programmen. Für den WDR entstanden zahlreiche Operetten-Einspielungen mit Werken von Jacques Offenbach und Oscar Straus, mit dem RIAS Kammerchor spielte Caroline Stein eine CD mit Werken von Ernst Krenek ein.

Caroline Stein arbeitete mit renommierten Dirigenten, darunter Michael Boder, Marcus Creed, Sir Colin Davis, Christoph Eschenbach, Peter Eötvös, Hartmut Haenchen, Philippe Jordan, Jonathan Nott, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Giuseppe Sinopoli, Markus Stenz und Christian Thielemann.

Mit Claudio Abbado verband sie eine intensive Zusammenarbeit. Unter seiner Leitung war sie mit den Berliner Philharmonikern als Blumenmädchen in Berlin, Salzburg und Edinburgh zu erleben, sang das Gretchen in Schumanns Szenen aus Goethes Faust bei den Osterfestspielen Salzburg und unternahm eine Europatournée als 1. Dame in Die Zauberflöte mit dem Mahler Chamber Orchestra. Eine CD-Aufnahme dieser Produktion ist bei der Deutschen Grammophon erschienen.

Seit 2007 arbeitete Caroline Stein intensiv mit der Choreographin und Regisseurin Sasha Waltz zusammen, deren Inszenierung von Pascal Dusapins Oper Medeamaterial in Berlin, sowie beim Hollandfestival, dem Melbourne International Festival, am Pariser Théâtre des Champs-Elysées, dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel und am Théâtre du Capitole in Toulouse gezeigt wurde.

Von 2012-2014 war Caroline Stein Professorin an der Musikhochschule Lübeck.

Prof. Yamina Maamar - Gesang

Yamina Maamar ist in Deutschland geboren und aufgewachsen und studierte als Mezzosopran bei Prof. Carol Richardson an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Sie begann ihre Bühnenlaufbahn mit Partien wie Cherubino, Dorabella und Orlofsky, bevor sie später ins dramatische Sopranfach wechselte. Neben ihrer internationalen künstlerischen Tätigkeit sang sie an wichtigen deutschsprachigen Bühnen wie der Bayerischen Staatsoper München, der Niedersächsischen Staatsoper Hannover, dem Aalto - Theater Essen, den Theatern Dortmund, Braunschweig, Kaiserslautern, Linz, Bern, Darmstadt u.v.a. Ihr USA - Debüt gab sie im Jahr 2007 in der Avery - Fisher - Hall im Lincoln Center, New York City, als „Grete“ in Franz Schrekers Oper „Der ferne Klang“.
In den letzten Jahren debütierte sie mit vielen zentralen Partien ihres Fachs wie Isolde, Kaiserin (R. Strauss: Frau ohne Schatten), Lady Macbeth, Aida, Abigaille (Nabucco), Elisabetta (Don Carlo), Manon Lescaut, Adriana Lecouvreur, Marschallin (Rosenkavalier), Kundry, (Parsifal) Senta (Der fliegende Holländer), Salome und Fidelio - Leonore.
Ab 2019 wird sie u.a. im kompletten „Ring des Nibelungen“ (R. Wagner) als „Brünnhilde“ in Passau, im Verdi-Requiem in Köln und Bonn sowie in der deutschen Erstaufführung von Anno Schreiers „Die Stadt der Blinden“ am Pfalztheater Kaiserslautern zu hören sein.
Wichtige Stationen im Konzertbereich waren das International Edinburgh Festival (Berlioz: Les nuits d’été, Wagner: Wesendonck-Lieder, de Falla: El amor brujo), das Seoul Arts Center (9. Sinfonie Beethoven), der Herkulessaal München (Querschnitt „Tristan und Isolde“), das „Verdi - Requiem“ mit Enoch zu Guttenberg, Konzerte im Großen Sendesaal des WDR Köln (u.a. Auszüge „Tannhäuser“), ein Liederabend im Apollosaal der Staatsoper Berlin und “Tove” in Schönbergs “Gurreliedern” im Berliner Dom.
Yamina Maamar ist Mitbegründerin und Leiterin der Internationalen Opernakademie IOA e.V., die jährlich einen großen Meisterkurs für Gesang sowie Konzerte veranstaltet, und ist nach langjähriger Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover seit 2019 Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Ferner ist sie gern gesehener Gast auf zahlreichen Meisterkursen im In- und Ausland, z. B. in China, Tunesien, Frankreich, bei der Opernakademie Schloss Henfenfeld oder bei Sankt Goar International Music Festival and Academy.

Prof. Carola Guber - Gesang

Die Mezzosopranistin Carola Guber wurde in Braunschweig geboren. Sie absolvierte zunächst ein Studium zur Diplom-Instrumentallehrerin, bevor sie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ihr Gesangstudium bei Prof. Carol Richardson-Smith anschloß. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, wie z.B. des Sylvia-Geszty-Koloraturgesangswettbewerbes Luxembourg.

Von 1993-2001 gehörte sie dem Ensemble der Niedersächsischen Staatsoper Hannover an, wo sie sich Partien wie Hänsel/ Hänsel und Gretel, Siebel/Gounods Faust, Dorabella/ Cosi fan Tutte, Rosina/ Il Barbiere di Siviglia, Angelina/ La Cenerentola ( Nominierung als beste Nachwuchssängerin in Die Opernwelt), Elisabetta/ Maria Stuarda, Prinz Orlofsky/ Die Fledermaus, Cherubino/ Le Nozze di Figaro, Muse-Niklas/ Hoffmanns Erzählungen und Komponist/ Ariadne auf Naxos erarbeitete.

Von 2001-2004 war sie Ensemblemitglied an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, wo sie ihr Repertoire u.a. um Carmen, Donna Elvira/ Don Giovanni, Jokasta/ Oedipus von Riehm, und Olga/ Eugen Onegin erweiterte. Von 2004 bis 2008 war sie Ensemblemitglied am Theater Erfurt. Hier sang sie u.a. Octavian/ Der Rosenkavalier, Fremde Fürstin/ Rusalka, Donna Elvira/ Don Giovanni, Kundry/ Parsifal und Venus/ Tannhäuser.

Zudem führten Opern- und Konzertengagements sie u.a. nach Köln, Kassel, Leipzig, Karlsruhe, Schwerin, Wiesbaden, Nürnberg, Dortmund, Düsseldorf, Weimar, Darmstadt, Bonn, Helsinki, Stuttgart, an die Alte Oper Frankfurt, nach Italien, Frankreich, Portugal, die Niederlande und in die USA, zu den Ludwigsburger Schloßfestspielen, dem Menuhin-Festival Gstaad, dem Rheingau Musikfestival, den Göttinger Händel Festspielen, den Brühler Schloßkonzerten und an die Accademia di Santa Cecilia in Rom. Von den Dirigenten, mit denen sie zusammenarbeitete seien John Eliot Gardiner, Pierre Boulez, Adam Fischer, Wolfgang Gönnenwein, Ruben Gazarian, Christoph Prick, Frans Brüggen und Andreas Spering genannt, sie arbeitete mit Regisseuren wie Philipp Himmelmann, Mario del Monaco, Gregor Horres, Thomas Krupa und Alexander Schulin zusammen.

Von 2004-2012 war Carola Guber regelmäßiger Gast bei den Bayreuther Festspielen, in zwei Inszenierungen als Blumenmädchen, zunächst  in der Regie von Christoph Schlingensief, musikalische Leitung Pierre Boulez und Adam Fischer, danach in der Regie von Stefan Herheim, musikalische Leitung Daniele Gatti und Philipp Jordan, sowie als Magdalene in "Die Meistersinger von Nürnberg" in der Inszenierung von Katharina Wagner unter der Leitung von Sebastian Weigle.
2013/ 2014  gastierte Carola Guber als Eboli in „Don Carlo“ und als Isabella in „L´Italiana in Algeri“ am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, 2013 und 2015 sang sie die Mutter in Hänsel und Gretel an der Komischen Oper Berlin.
Auf CD bzw. DVD sind mit ihr erschienen „ Die Zauberflöte" (2. Dame unter John Eliot Gardiner), Carl Reineke„ Kinderlieder", „Verdiana“ (Arrangement Andreas N.Tarkmann), „Die Meistersinger von Nürnberg", Bayreuther Festspiele 2008.
Von 2008 bis 2011 hatte sie einen Lehrauftrag an der Hochschule „Franz Liszt" in Weimar inne. 2010 erhielt sie eine Professur an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig.

KS Dagmar Schellenberger - Gesang

Dagmar Schellenberger erhielt ihre musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik  „Carl Maria von Weber“ in Dresden. Sie gewann noch als Studentin den Internationalen Dvorak Gesangswettbewerb in Karlsbad, welcher gleichzeitig der Startpunkt für ihre internationale Karriere war.
 
Zu ihrem Karrierebeginn an der Komischen Oper Berlin wurde sie in Mozart Partien gefeiert. Sie sang die Pamina in der „Zauberflöte“, Susanna und Contessa in „Le nozze di Figaro“,Fiordiligi in „Cosi fan tutte“, Donna Anna und Donna Elvira im „Don Giovanni“. Für ihre Agathe im „Freischütz“, die sie auch an der Berliner Staatsoper und an der Oper in Frankfurt am Main gesungen hat, erhielt sie den Kritikerpreis der Berliner Zeitungen.

Neben ihrer beginnenden Karriere als Opernsängerin konnte man Dagmar Schellenberger immer wieder auch als Darstellerin in Operetten und Musicals erleben; so u. a. als Maria in "West Side Story" am Opernhaus Leipzig oder als Kate in "Kiss me Kate" an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Außerdem beweist sie ihre Liebe zu diesem Metier bis heute in Konzerten; ob in Konzerthäusern oder bei Open Air Events.
 
Ihr breit gefächertes Repertoire reicht von Monteverdis „Poppea“ (Opera Marseille), Händels Arianna im „Il Giustino“ (Gastspiele von Amsterdam bis Wien) bis zur Rosalinde in Johann Strauß`s „Fledermaus“ (u. a. Staatsoper Berlin und Hamburg, Opera Bastille, Paris und Santiago de Chile). In der Oper von Matthus „Farinelli“verkörperte Dagmar Schellenberger die Maria Strada in einer Welturaufführung, in der sie ein Rezensent der Opernwelt als Sängerin des Jahres 1998 bezeichnete. In einer weiteren Welturaufführung sang sie die Hildegard in Siegfried Wagners „Heiliger Linde“. Das Spektrum ihrer Gesangskunst zeigt sich vor allem auch in der Verkörperung der drei Frauen in „Les Contes des Hoffmann“, von der Presse überschwänglich als „tour de force“ gefeiert.
Seit Jahren wird Dagmar Schellenberger gesangstechnisch von KS Brigitte Eisenfeld betreut.
 
Gastspiele und Engagements führten Dagmar Schellenberger an die Deutsche Oper Berlin, die Staatsopern von Berlin, Hamburg, München, Dresden, an die Opernhäuser von Frankfurt a.M., Düsseldorf, Stuttgart, Zürich und Wien sowie nach Buenos Aires (Zauberflöte, Cosi fan tutte), New York (Orfeo ed Euridice, La Donna del Lago), Amsterdam (Arabella, Königin von Saba), Brüssel, Paris, Marseille, Strasbourg, Venedig, Nizza, Nancy, Toulouse, Lausanne, Monte Carlo, Rom, Mailand, Palermo, Genf, Turin, Cagliari, Valencia, Sevilla, Jerusalem, Nagoya und Tokio.
 
Zu ihrem  Repertoire gehören Elisabeth im „Tannhäuser“, Eva in den „Meistersingern“, Elsa im „Lohengrin“, die Strauss-Partien wie Marschallin im „Rosenkavalier“, Arabella in „Arabella" und die Gräfin in „Carpriccio“. Aber nicht nur im Opernfach ist sie zu Hause. Man kann Dagmar Schellenberger u.a. als Liedsängerin bewundern; dokumentiert auf zahlreichen CD-Einspielungen, als Oratorieninterpretin (Cleveland Orchestra, Matthäus Passion) sowie in Konzerten, wie mit dem Tokyo Symphonie Orchestra in Beethovens 9.Sinfonie, A. Berg Liedern oder R. Strauss „Vier letzten Liedern“. Des Weiteren gefiel sie in Schostakowitschs 14. Sinfonie im Gewandhaus Leipzig, Conzertgebouw Amsterdam oder in Dresden.
 
1993 schloss Dagmar Schellenberger einen Exklusivvertrag mit EMI-Classics und spielte „Deutsche Arien“ von Haendel bis Wagner, Mozart-Arien sowie internationale Wiegenlieder in sechs Sprachen ein. Ihre Discografie liest sich sehr beeindruckend. „Orfeo ed Euridice“ von Gluck, Humperdincks „Königskinder“ oder Eugen d ´Alberts „Tote Augen“ sind nur einige Beispiele ihres CD- Schaffens.
 
Mit Originalmitschnitten gibt es mehr als 30 CD Einspielungen mit Dagmar Schellenberger.
 
Dagmar Schellenberger hat unter anderen mit Hartmut Haenchen, Milan Horvath, Kurt Masur, Fabio Luisi, Franz Welser - Möst, Neville Marriner, Ralf Weikert, Leopold Hager, Rolf Reuter, Alain Lombard, Edo de Waart, Marek Jankowski, Michail Jurowski, Vladimir Jurowski, Ivor Bolton, Pierre Boulez, Kazushi Ono, Lawrence Renes, Christian Thielemann, Zubin Mehta, Riccardo Muti und Yuri Temirkanow gearbeitet.
 
Einen vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere erlebte Dagmar Schellenberger mit ihrem Debut an der Scala in Milano 2004, als Blanche in „Les Dialogues Des Carmelites“ unter Riccardo Muti, das bewundernde Anerkennung in der überregionalen italienischen Presse fand.
 
Im Februar 2005 erhielt Dagmar Schellenberger eine erneute Einladung an die Scala für die Lisa in Tschaikowskys „Pique Dame“ (Queen Of Spades) und beschloss diese mit gleich großem Erfolg.

Bereits im Jahre 2004 konnte Dagmar Schellenberger erstmalig bei den Seefestspielen in Mörbisch als Gräfin Mariza - einer ihrer favorisierten Operettenpartien - debütieren. Im Jahr darauf bekam sie eine Wiedereinladung als Lustige Witwe. Diese Partie verkörperte Dagmar Schellenberger viele Jahre auf zahlreichen Bühnen der Welt.

Dagmar Schellenberger sang weltweit über 20 Jahre die Rosalinde in Johann Strauß' "Fledermaus".

Von 2006-2009 gehörte sie zum festen Ensemble der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, wo sie Partien wie „Katja Kabanova“, Saffi in „Zigeunerbaron“, Eva in „Meistersinger“ u. a. verkörperte.
Im Herbst 2006 sang Dagmar Schellenberger die weibliche Hauptrolle in B. Langs „I hate Mozart“ am Theater an der Wien.
Die Marschallin im „Rosenkavalier“ singt sie weltweit, so auch im September 2007 in Hongkong unter Edo de Waart.

Ende 2008 debütierte Dagmar Schellenberger als Elisabeth in „Don Carlos“/Verdi an der Deutschen Oper am Rhein.
Nach wie vor konnte man sie in Mozartpartien wie Fiordiligi und Elvira erleben.
Mit großem Erfolg sang Dagmar Schellenberger die Titelpartie von Janaceks „Katja Kabanova“ an der Deutschen Oper am Rhein von 2007 bis 2009 und für die  Spielzeit 2009/2010 Ihr Debüt als Ariadne in „Ariadne auf Naxos“ von R.Strauss vor.

Seit ca. 10 Jahren widmet sich KS Dagmar Schellenbeger der pädagogischen Arbeit mit Sängern und Auszubildenden. Von 2006 bis 2012 band sie eine Gastprofessur an die UdK Berlin. Sie gab Meisterkurse und stellte ihre Kompetenz bei Gesangswettbewerben als Jurymitglied unter Beweis.

In einem strengen Auswahlverfahren hat sich Dagmar Schellenberger im Frühjahr 2011 gegen viele Konkurrenten durchgesetzt und ist seit Mai 2011 designierte Intendantin der Seefestspiele Mörbisch. Im Juni 2012 sang sie im Wiener Konzerthaus in Weinbergers Oper „Wallenstein“.
Seit September 2012 leitet sie das weltgrößte Operettenfestival - die "Seefestspiele Mörbisch". Interessante Produktionen sind zu erleben, eine Erweiterung des Repertoires auf großes klassisches Musical ist geplant,sowie Schaffung einer eigenen Spielstätte für das junge Publikum. Dagmar Schellenberger stand mehrfach selbst auf der 3600m² großen Bühne in Titelrollen wie Gräfin Mariza und Lustige Witwe und kann ihre über 30jährige Theater-Erfahrung  in ihr Wirken einbringen.
So sang sie beispielsweise über 20 Jahre die Rosalinde in Strauß' "Fledermaus", hat neben den großen Opernpartien auch immer wieder Abstecher zum Musical gemacht, ob als Maria in" West Side Story"" oder als Kate in "Kiss me Kate".
Ihr künstlerisches Schaffen war geprägt von den großen Operettenrollen wie Saffi im "Zigeunerbaron", "Lustige Witwe", "Csardasfürstin", Operetten von Offenbach, Künneke, Sullivan usw.
 
In ihrer ersten Saison als Intendantin der "Seefestspiele Mörbisch" feierte sie mit Millöckers "Der Bettelstudent" im Sommer 2013 einen großen Erfolg.       
 
Im Januar 2014 trat sie in Baden als Iduna in Paul Burkhards Operette „Das Feuerwerk“ auf:
 
                                                                                             (Der Neue Merker, Januar 2014)
   
In der Mörbischer Sommerproduktion mit Jerry Bocks Musical "Anatevka" vom 10. Juli bis 23. August 2014 sang sie die Golde.

Dagmar Schellenberger hatte 2013 mit Bettelstudent ihren sehr erfolgreichen Einstieg als Intendantin.

Im Jahr 2014 stand sie wieder mit auf der Bühne. An der Seite des sensationellen Tevje Gerhard Ernst sang und spielte sie die Golde . Diese allseits hochgelobte Produktion ANATEVKA brachte die Trendwende für die SFSM und restlos ausverkaufte Vorstellungen.

Neben  Verpflichtungen als Sängerin in Konzerten im Herbst 2014 in Japan und China, konnte man DS Anfang 2015 in Ihrem Debut als Mutter Oberin in der Salzburger Produktion von SOUND OF MUSIC erleben, womit sie auch im Herbst 2015 wieder auf der Bühne des Landestheaters Salzburg stehen wird.

Am 7.5.2015 singt DS im Galakonzert für und mit Toni Stricker im Kulturzentrum Eisenstadt.
 
Die Vorbereitungen für ihre 3.Saison als Intendantin laufen auf Hochtouren. In EINE NACHT IN VENEDIG von J.Strauß wird sie als Barbara zu erleben sein.

 

Prof. Brigitte Wohlfarth – Gesang

Brigitte Wohlfarth studierte Gesang in Würzburg, war Stipendiatin des „Richard-Wagner-Verbandes“, der „Leni-Geissler-Stiftung“ und erhielt das Bayerische Staatsstipendium. Ihre Karriere konzentrierte sich zunächst auf das Konzert- und Liedfach:
Rheingaufestival, Weilburger Schloßkonzerte, Internationale Musiktage Bad Urach, Mozartfest Würzburg, Festival der Mitte Europa, Mittelfest und die Bregenzer Festspiele waren einige ihrer Stationen.
Portrait Brigitte WohlfarthDes weitern wurde die Sopranistin zu internationalen Tourneen, großen Orchester- und Liederabenden mit namhaften Dirigenten und Orchestern u. a nach Mailand, Rom (Auditorium Santa Cecilia), Bozen, Triest, München, Salzburg, Berlin, Biel, Bern, Leipzig, Belgrad, Ankara sowie nach Frankreich, Finnland (Sibeliushall),Norwegen, Singapur (New Esplanade Hall), Peking und Australien eingeladen.
Auch erste Rundfunk- und Plattenangebote folgten:
Louis Spohr „Faust“; Braunfels „Die Vögel“ (Nominierung für die 40. Grammy Awards); L.v. Beethoven “ 9.Symphony „ ; G. Fried „Das Tagebuch der Anne Frank“.
Mit dieser Mono-Oper „Das Tagebuch der Anne Frank“ begann sie 1993 ihre Opernlaufbahn in Nürnberg, nach zuvor absolviertem Meisterkurs bei James King in München (Nationaltheater).
Als erfolgreiche Finalistin des Bertelsmann Wettbewerbs „Neue Stimmen“ wurde sie noch im selben Jahr als Desdemona (Otello / Rossini) an das Staatstheater Braunschweig engagiert, dem sie dann als festes Mitglied bis 1997 angehörte.
Weitere Verpflichtungen führten sie an die Bühnen in Stuttgart, Frankfurt a. M., Berlin, München (Erstaufführung – „Leonore“ L.v.Beethoven), London und Meiningen, wo sie als Sieglinde (Walküre) und als Gutrune (Götterdämmerung) in der “ Ring-Inszenierung“ von Christine Mielitz auf sich aufmerksam machte. Ebenso gastierte sie auch in Chemnitz, Lübeck, Trier, bei den Opernfestspielen Heidenheim und in Halle a.d.S.. Weitere Einladungen folgten an die Bühnen nach Bologna (Eröffnung der Arena del Sole), Castello di Montegridolfo, Udine (Eröffnung des Nuovo Teatros – Live-Übertragung Rai 1), Palermo (Teatro Massimo), Neapel (Teatro San Carlo), Festspiele Erl, Rom, Tiflis (Nationaloper) und dem Grand Theatre in Shanghai. Ihr Repertoire umfasst die großen Partien ihres Faches, angefangen von Mozarts Fiordiligi und 1. Dame über Puccinis Turandot, Verdis Aida und Leonora bis hin zu den Wagner-Partien Tannhäuser – Elisabeth, Elsa – Lohengrin, Brünhilde – Ring des Nibelungen und Isolde – Tristan und Isolde, Webers Agathe – Freischütz, Beethovens Fidelio – Leonore und den R. Strauss Partien Arabella, Salome, Ariadne, Diemut (Feuersnot) und Elektra. Brigitte Wohlfarth war von September 2010 bis August 2015 als Professorin für Hauptfach Gesang an der Hochschule der Künste (HKB) in Bern (Schweiz) tätig. Zum Herbstsemester 2015 folgte sie dem Ruf an die Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschule für Musik und Theater nach Leipzig. Seit 2017 ist sie zudem akkreditierte Professorin an der Kalaidos University of Switzerland.

Prof. Gotthold Schwarz – Meisterklasse Oratorium

ist der 17. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach. Er wurde am 9. Juni 2016 zum Thomaskantor berufen und am 20. August 2016 offiziell in das Amt eingeführt. Als Sohn eines Kantors in Zwickau geboren, erhielt er nach kurzzeitiger Mitgliedschaft im Thomanerchor seine musikalische Ausbildung an der Kirchenmusikschule Dresden sowie an der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig.

Er studierte Gesang bei Gerda Schriever, Orgel bei Thomasorganist Hannes Kästner und bei Wolfgang Schetelich, Dirigieren bei Max Pommer und Hans-Joachim Rotzsch. Im Rahmen weiterer Studien sowie in Meisterkursen und bei Akademien arbeitete er darüber hinaus u. a. mit Hermann Christian Polster, Peter Schreier und Helmuth Rilling. Gotthold Schwarz, der von 1979 an als Stimmbildner im Thomanerchor tätig war, vertrat bereits seit den 1990er Jahren mehrfach den Thomaskantor. Dabei dirigierte er die Motetten-, Kantaten- und Oratorienaufführungen des Thomanerchores; zudem waren ihm weitere Aufgaben als interimistisch amtierenden Kantor anvertraut. Mit dem weltweit bekannten Knabenchor unternahm er zahlreiche Gastspiele in Deutschland, Europa und nach Übersee (Japan, China, USA und Kanada), mehrere zusammen mit dem Gewandhausorchester Leipzig.

Gotthold Schwarz ist darüber hinaus Initiator und Leiter des Concerto Vocale, des Sächsischen Barockorchesters, der Leipziger Cantorey und des Bach Consort Leipzig. In Anerkennung seiner besonderen Verdienste wurde der vielseitige Sänger und Dirigent am 4. Oktober 2017 mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. In der Begründung wurde u. a. hervorgehoben: „Gotthold Schwarz zählt zu den herausragenden Sängern der Alten Musik in Deutschland. 1990 rief er die Leipziger Musikgesellschaft e. V. ins Leben, die sich Werken der älteren Musikgeschichte widmet und deren künstlerischer Leiter er ist.“ Im März 2018 erhielt er zudem den Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg.

KS Prof. Olaf Bär – Meisterklasse Liedgestaltung

Der Bariton Olaf Bär begann seine musikalische Ausbildung schon in früher Jugend, als er in den Dresdner Kreuzchor eintrat. Ab 1978 studierte er an dann an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden.

Nach seinem 1. Preis beim Walther-Gruner-Wettbewerb für deutsches Lied in London begann seine internationale Karriere als Konzert- und Liedsänger. Tourneen mit Liederabenden und Konzerten führten ihn in die Musikzentren Europas und Amerikas, nach Australien, Neuseeland und Japan.

Olaf Bärs erfolgreiche Karriere auf der Opernbühne dokumentieren seine namhaften Partner am Pult, so u. a. Sir George Solti, Nicolaus Harnoncourt, Bernard Haitink, Kurt Masur, Seiji Ozawa, Sir Colin Davis, Hartmut Haenchen, Riccardo Muti, Peter Schreier, Jeffrey Tate, John Eliot Gardiner, Franz Welser-Möst, Adam Fischer, Mark Minkowski, Fabio Luisi und Pierre Boulez. Prägend war für ihn ferner die Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Joachim Herz, Ruth Berghaus, Jürgen Flimm, Hans Neuenfels, Andreas Homoki, Sven-Eric Bechtolf und Patrice Chereau.

Der Staatsoper Dresden ist Olaf Bär seit Jahren mit einem Gastvertrag verbunden. Gastspiele führten ihn an das Covent Garden Opera House in London, an die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, die Staatsoper Berlin, die Opernhäuser in Paris, Amsterdam, Frankfurt, Zürich, Chicago, Rom, Neapel und Turin, sowie zu Festspielen in Bayreuth, Salzburg, Aix-en-Provence, Japan und Glyndebourne, den Wiener Festwochen und zur Ruhr-Triennale.

Zahlreiche Einspielungen bei EMI, Decca, Philips u.a. dokumentieren seine sängerische Arbeit.

1998 wurde Olaf Bär der Schumann-Preis der Stadt Zwickau verliehen.

Seit dem Jahre 2004 hat Olaf Bär eine Professur an der Hochschule für Musik in Dresden und leitet die Liedklasse.

Prof. Alexander Schmalcz -Liedgestaltung

Schon frühzeitig in seiner Karriere trat Alexander Schmalcz mit Sängerlegenden wie Peter Schreier, Edita Gruberova, Grace Bumbry und Anna Tomowa-Sintow auf.
Zu den Sängern der heutigen Generation gehören vor allem Matthias Goerne, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet, sowie Daniel Behle, Konstantin Wolff, Stephan Loges, Inessa Galante, Eva Mei, Rachel Frenkel und Chen Reiss.
Kammermusikpartner sind unter anderem Céline Moinet, Albrecht Mayer, Dimitri Ashkenazy und Tatjana Masurenko.
Neben Auftritten bei Musikfestivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Tanglewood Festival, dem Prager Frühling und den Schwetzinger Festspielen gastiert der gefragte Liedbegleiter in den großen Musikzentren Europas, Amerikas, Japans und Koreas. Konzerte führten ihn unter anderem in die Mailänder Scala, die Wiener Staatsoper, die Staatsoper München, das Théâtre du Châtelet, das Amphithéâtre der Opera Bastille, das Concertgebouw Amsterdam, die Kölner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, die Wigmore Hall London,  das Seoul Arts Center, die Tokyo Opera City Hall und die KIOI Hall, Tokyo.
Sein umfangreiches Repertoire ist dokumentiert durch zahlreiche CDs sowie Aufnahmen für Rundfunk- und Fernsehanstalten wie BR, SWR, BBC, ORF, NHK und den Niederländischen Rundfunk.
Im Auftrag Matthias Goernes instrumentierte Alexander Schmalcz Lieder von Franz Schubert. Diese Bearbeitungen sind inzwischen mehrfach erfolgreich aufgeführt worden, u.a. beim Mostly Mozart Festival in New York, im Musikverein in Wien (ORF Frühlingskonzert der Wiener Symphoniker) sowie in der Frauenkirche zu Dresden (Dresdner Kapellsolisten).
Erste musikalische Erfahrungen sowie seinen ersten Klavierunterricht erhielt Alexander Schmalcz als Mitglied des Dresdener Kreuzchores.
Er studierte an der Musikhochschule Dresden, wechselte für zwei Jahre an das Utrechter Conservatorium und vollendete seine Studien bei Iain Burnside und Graham Johnson an der Guildhall School of Music and Drama in London.

Alexander Schmalcz ist Professor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und unterrichtet weltweit in Meisterkursen.

KS Axel Köhler – Meisterklasse Bühnenpräsenz und Szene

Axel Köhler studierte an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Violinpädagogik und Gesang. Ab 1984 gehörte er dem Ensemble der Oper Halle an – zunächst als Spielbariton, vor allem als Altus, später auch als Regisseur und Intendant.

1987 debütierte er als Eustazio in der legendären RINALDO-Inszenierung von Peter Konwitschny. Anspruchsvolle Countertenor-Partien folgten, vor allem in Händel-Opern: Arsamene in SERSE, David in SAUL, Ottone in AGRIPPINA, Daniel in BELSAZAR, Titelpartien in GUISTINO, JULIUS CÄSAR, TOLOMEO. An der Semperoper Dresden sang Axel Köhler den Poro in Hasses Oper CLEOFIDE. Die Bayerische Staatsoper und die Hamburgische Staatsoper engagierten den Altus unter anderem für Monteverdis L‘INCORONAZIONE DI POPPEA. Axel Köhler gastierte bei internationalen Festivals und erhielt weltweit Angebote für Konzerte und Opernaufführungen.

Am Royal Opera House London sang er 1995 die Partie des Bacchus in der Uraufführung von ARIANNA von Alexan-der Göhr, übernahm 1998 die Titelpartie in der Uraufführung FARINELLI von Siegfried Matthus, gab 2001 den Teu-fel in Detlev Glanerts komischer Oper SCHERZ, SATIRE, IRONIE UND TIEFERE BEDEUTUNG und 2006 die Titelpartie in CANTOR – DIE VERMESSUNG DES UNENDLICHEN von Ingomar Grünauer. Wiederholt gestaltete er Rollen in Hans-Werner-Henze-Uraufführungen: 2003 Adschib in L‘UPUPA bei den Salzburger Festspielen und ab 2007 Artemis in PHAEDRA mit Aufführungen in Berlin, Brüssel, Wien, Frankfurt, Köln und London.

Als Konzertsänger arbeitete der Countertenor mit renommierten Ensembles der Alten Musik wie Concerto Köln, Musica Antiqua Köln, Lautten Compagney sowie mit Dirigenten wie René Jacobs, Marcus Creed und Howard Arman. Seine Altus-Programme „Falsetto grazioso” und „Falsetto amoroso” weisen ihn als ausdrucksvollen und unterhalt-samen Liedinterpreten aus.

Für seine hochwertigen Interpretationen wurde der Sänger 1994 mit dem Händel-Preis geehrt und 1998 zum Kammersänger ernannt. 1999 erhielt er den Kritikerpreis der Berliner Zeitung.

Immer wieder war der Countertenor in Operetten zu erleben. Allein den Orlofski in DIE FLEDERMAUS verkörperte er an der Komischen Oper Berlin, der Staatsoper Hamburg, dem Staatstheater Karlsruhe und an der Oper Halle. 1998 wurde er in dieser Rolle mit dem Ensemble der Staatsoper Wien an die Accademia die Santa Cecilia eingeladen. Die Titelpartie in ORPHEUS IN DER UNTERWELT gestaltete er singend und geigend an der Komischen Oper Berlin und an der Oper Halle. Seit 2005 singt und spielt Axel Köhler auch in launigen Cabaret-Programmen. Seit 2016 gestaltet der Sänger Hauptrollen an der Staatsoperette Dresden - so im dort uraufgeführten Nachbarschaftmusical ZZAUN! und als Prof. Higgins im Musical-Klassiker MY FAIR LADY.

Seit 2000 ist Axel Köhler auch als Regisseur erfolgreich. Sein Debüt gab er mit Monteverdis L‘INCORONAZIONE DI POPPEA. Seine RODRIGO-Inszenierung im Rahmen der 50. Händel-Festspiele Halle 2001 fand viel Zuspruch, TESEO 2003 wurde in Deutschland, der Schweiz und England aufgeführt. Seitdem inszenierte er in München, Schwerin, Augsburg, Dresden, Bayreuth, Leipzig, Innsbruck, Palermo und Graz.

Internationale Resonanz erweckte 2012 sein Regiedebüt an der Semperoper Dresden mit Jaromír Weinbergers ŠVANDA DUDÁK (Schwanda, der Dudelsackpfeifer), von der Fachzeitschrift Opernwelt als Wiederentdeckung des Jahres gefeiert. Beifall gab es auch 2013 für seine CARMEN sowie für seine Inszenierungen der Intermezzo-Reihe an der Semperoper. An der Oper Halle überzeugte er 2012 mit einer auf Lokales Bezug nehmenden Inszenierung der Operette DIE FLEDERMAUS von Johann Strauß und 2014 mit der feinironischen halbszenischen Einrichtung ARABELLA (Richard Strauss). Webers DER FREISCHÜTZ an der Semperoper Dresden wurde 2015 mit dem Bachtrack Award 2015 als Beste Inszenierung ausgezeichnet und die DVD der Aufführung vom renommierten japanischen Record Geijutsu Magazine mit seinem Rekord-Oscar 2016 geehrt.

Mit Philip Jenkins Dramen-Version von  DR. JEKYLL & MR. HYDE inszenierte Axel Köhler 2017 an den Landesbühnen Sachsen sein erstes Schauspiel, gefolgt von Mozarts  DIE HOCHZEIT DES FIGARO an der Staatsoperette Dresden, CarlZellers DER VOGELHÄNDLER bei den Seefestspielen Mörbisch und Franz Lehárs DIE LUSTIGE WITWE am Theater Erfurt. 2018 brachte Axel Köhler Heubergers DER OPERNBALL an der Volksoper Wien auf die Bühne, Rossinis  LA CENERENTOLA am Oldenburgischen Staatstheater, Kálmáns DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN an der Staatsoperette Dresden, den Doppelabend DIE SCHÖNE GALATHÉE|GIANNI SCHICCHI an der Staatsoperette Dresden und DIE FLEDERMAUS (Strauss) an der Deutschen Oper am Rhein. Das Jahr 2019 begann der Regisseur mit Paul Burkhards DAS FEUERWERK an der Musikalischen Komödie Leipzig und beschloss es mit der Uraufführung des Musicals DER NAME DER ROSE (Kverndokk|Wiik) nach dem Roman von Umberto Eco bei den DomStufen-Festspielen Erfurt.

Von 2009 bis 2016 war Axel Köhler Künstlerischer Direktor bzw. Intendant der Oper Halle. Ab der Spielzeit 2016|2017 bis Ende der Saison 2018|2019 gehörte er als Sänger und Regisseur zum Ensemble der Staatsoperette Dresden. Ab dem Studienjahr 2019|2020 ist Axel Köhler Rektor der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden

Prof. Heiko Reintzsch – Korrepetition und Ensemble

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Prof. Michael Schütze – Korrepetition

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Ilona Blumenthal-Petzold - Deutsche Diktion

geboren in Lauchhammer/Lausitz

nach Abitur zunächst Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ Leipzig u.a. bei Erika Solbrig

Absolvierung eines Gesangsstudiums bei Christiane Kluge an der Hochschule für Musik und Theater »"Felix Mendelssohn-Bartholdy“« Leipzig, Abteilung Popularmusik,

sowie eines Postgradualstudiums Sprecherziehung am Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg u.a. bei Prof. Dr. E.-M. Krech und Prof. E. Stock

1980 Beginn der Lehrtätigkeit Sprecherziehung in der FR Gesang/Musiktheater

von 1983 bis 1986 Leiterin der Außenstelle Magdeburg

Zusammenarbeit mit dem Regisseur Joachim Beese

seit 1991 Mitglied der DGSS

umfangreiche künstlerische Arbeit als Chanson- und Liedinterpretin, u.a. im Trio "„Corazon"“; literarisch-musikalische Programme wie: „"Berührungen"“ mit dem Komponisten Wolfgang Mader, Jazz-Lyrik mit dem Komponisten Frank Petzold, Tucholsky/Eisler-Programme mit dem Gitarristen Thomas Blumenthal

Lesungen wie: „"Maxi Wander - Auskunft und Offenbarung"“, innerhalb der deutschen Chopin-Gesellschaften u.a. „"Chopin in Wien"“; „"Hölderlin"“, Goethes „"West-östlicher Divan“"

Wettbewerbserfahrungen im In- und Ausland, Arbeit in den Medien

Hildegard Saretz - Lieder und Arien mit basso continuo

Hildegard Saretz studierte Kirchenmusik an der Hochschule in Halle, anschließend Klavier und Korrepetition an der Leipziger Musikhochschule.
Die Auseinandersetzung mit Alter Musik führte sie 1994 zu der Entscheidung, ihre Ausbildung durch ein Zusatzstudium im Fach Cembalo bei Professor Nicolas Parle am selben Institut zu ergänzen. In Meisterkursen bei Jesper Christensen und Johann Sonnleitner vertiefte sie ihre Fähigkeiten in der Praxis des stilgetreuen Generalbassspieles.

Hildegard Saretz arbeitet freischaffend mit Ensembles wie der Chursächsischen Capelle, dem Chemnitzer Barockorchester und der Capella de la Torre zusammen. Als Leipziger CembaloDuo führt sie eine rege Konzerttätigkeit mit der Cembalistin Michaela Hasselt aus. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet sie auch mit Bernhard Forck.

Als Jurorin ist sie beim Wettbewerb Jugend Musiziert (Alte Musik) eingesetzt. Ihr Interesse gilt auch der Musikpädagogik. Sie leitet einen Kinderchor und unterrichtet an der Musikschule Torgau.